Kiubo Colombias Abenteuer-Exkursion: Bäume pflanzen und Naturschutz
Vor wenigen Tagen war beinahe das gesamte Kiubo Colombia-Team im Naturreservat „El Encenillo“, nur eine Stunde von Bogotá entfernt. Bevor es zu einem Reservat wurde, war das gesamte Gebiet ein Zentrum für die Gewinnung und Verarbeitung von Kalkstein zur Herstellung von Branntkalk, einem Rohmaterial, das in der Landwirtschaft und Industrie verwendet wird. Einer der Öfen, die zum „Brennen“ des Kalksteins genutzt wurden, ist heute noch sichtbar. Nach der Schließung der Mine im Jahr 1996 begann mit der Spende von knapp 200 Hektar durch Hendrik und Marianne Hoeck im Jahr 2006 die Wiederherstellung dieses Ökosystems – unterstützt von verschiedenen Stiftungen. Diese Bemühungen umfassen das Pflanzen endemischer Baumarten, die es der Tierwelt, wie Nasenbären, Gürteltieren, Páramo-Füchsen und zahlreichen ansässigen sowie wandernden Vogelarten, ermöglichen, ihren Lebensraum zurückzugewinnen. Zudem besteht die Absicht, einen biologischen Korridor zum Chingaza-Nationalpark zu schaffen, damit Weißwedelhirsche, Brillenbären und Cusumbos diese bewaldeten Gebiete wieder besiedeln können.
Dieser wunderschöne Naturraum ist bekannt für seine reiche Biodiversität der hochandinen Wälder, die typisch für die Ostkordillere der kolumbianischen Anden sind. Während unseres Besuchs unternahmen wir eine Wanderung von etwa drei Kilometern, bei der wir die Gelegenheit hatten, Flora und Fauna genau zu beobachten. Einige Teammitglieder konnten sogar einen „Andenfasan“ sehen.
Neben der Erkundung umfasste unsere Aktivität das Pflanzen von Bäumen im Rahmen der Aufforstungsmaßnahmen der Stiftung. Diese Aktion ermöglichte es uns, aktiv am Umweltschutz teilzunehmen. Die Erfahrung war bereichernd, da sie uns mit der Natur verband und unser Engagement für Nachhaltigkeit verstärkte. Das Encenillo-Biologische Reservat ist nicht nur ein Rückzugsort für verschiedene Arten, sondern bietet auch einen wichtigen Raum für uns alle, um die Bedeutung der Erhaltung unserer natürlichen Ressourcen zu lernen.
Natürlich sind auch unsere Gäste willkommen, das Reservat zu besuchen und sich am Regenerationsprozess zu beteiligen. Es gibt mehrere Wanderungen, die jeweils unterschiedliche Schwierigkeitsniveaus besitzen. Diese Aktivität kann als halbtägige Tour durchgeführt werden oder mit einem Besuch der Lagune von Guatavita kombiniert werden, um ein ganztägiges Erlebnis zu schaffen.

