Zum Tod von Fernando Botero: Staatstrauer in Kolumbien
Die Kunstwelt trauert um einen ihrer bedeutendsten Vertreter, den kolumbianischen Maler und Bildhauer Fernando Botero, der am 15. September im Alter von 91 Jahren verstorben ist. Botero, bekannt für seinen unverkennbaren Stil, der oft als "Boterismo" bezeichnet wurde, hinterlässt ein umfangreiches künstlerisches Vermächtnis und eine weltweite Fangemeinde, die von seiner einzigartigen Interpretation der Kunst fasziniert war.
Geboren am 19. April 1932 in Medellín, Kolumbien, begann Botero seine künstlerische Reise früh und studierte an der Kunsthochschule in seiner Heimatstadt sowie später in Madrid. Seine Karriere begann in den 1950er Jahren, als er seine charakteristischen Gemälde und Skulpturen mit überproportionalen Figuren und Formen entwickelte. Botero's Kunst war geprägt von einer besonderen Liebe zur Fülle, die er in seinen Werken oft humorvoll, satirisch oder voller Poesie darstellte.
Seine Werke waren nicht nur in Kolumbien, sondern weltweit gefragt. Botero stellte in den bedeutendsten Museen der Welt aus, darunter das Museum of Modern Art in New York, der Louvre in Paris und das Museum of Fine Arts in Boston. Seine Bilder, darunter die berühmte "Mona Lisa" im Botero Museum in Bogotá, zogen Kunstliebhaber aus aller Welt an.
Botero hinterlässt nicht nur eine beeindruckende Sammlung von Kunstwerken, die natürlich an vielen Ecken Kolumbiens zu sehen sind.
Direkt im Stadtzentrum Bogotas, der Candelaria, ist das Botero-Museum gelegen, das eine Vielzahl von Gemälden und Skulpturen von Botero zeigt. Hier ist auch seine umfangreiche eigene Kunstsammlung zu sehen, die er Kolumbien schenkte: Darunter sind Bilder und Skulpturen von Pablo Picasso, Salvatore Dali, Claude Monet, Edgar Degas und vielen anderen Künstler mit großem Namen. Das Museum ist dienstags geschlossen.
In Medellin sind auf der zentralen „Plaza Botero“ 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr, insgesamt 23 Bronzeskulpturen zu sehen. Es ist ein gigantisches Freilichtmuseum auf ca. 7000 Quadratmetern.
